Genau hingeschaut: Halloween – Süßes sonst gibt’s Saures!

Wir schreiben den 10. Monat des Jahres 2020. Die Tage werden verregneter. Die Blätter an den Bäumen werden bunter und fallen nach und nach ab. Es wird früher dunkel, d.h. die Zeit der Geister ist gekommen, um ihr Unwesen zu treiben… oder anders gesagt: Happy Halloween!


Doch wie feiern MINT-begeisterte Wissenschaftler eigentlich Halloween? Natürlich mit einem Blut verschmierten Laborkittel, einer zertrümmerten Schutzbrille und wild zu Berge stehenden Haaren!

„Süßes sonst gibt’s Saures!“

So dröhnt es einem entgegen, wenn die Haustür geöffnet wird. In alter Wissenschaftler-Manier hinterfragst Du natürlich diesen seit Jahren bekannten Spruch zur Erbeutung von Süßigkeiten. Wie kann aus etwas Süßem etwas Saueres werden?
Diese Gedanken beschäftigen dich so arg, dass Du vor dem Schlafen gehen sogar vergisst Dir deine Zähne zu putzen (obwohl Du Unmengen an Halloween-SÜSSIGKEITEN verschlungen hast).

Am nächsten Morgen spürst Du dann die bitteren bzw. die SAUREN Folgen! Dein Geschmack im Mund hat sich von schokoladig-süß zu sauer gewandelt. Wie eklig!
Und dann fällt es Dir wie Schuppen von den Augen bzw. wie Zahnschmelz von den Zähnen: Die Bakterien in deinem Mund können Süßes (genauer: Kohlenhydrate) in Saures (Milch- oder Essigsäure) umwandeln.

Wie wichtig mehrmals tägliches Zähneputzen für den Erhalt des Zahnschmelzes ist, kann ein kleines made-at-home-Experiment sehr deutlich machen:

Das Video wurde mit dem Handy aufgenommen. Zur Vorstellung der benötigten Materialien habe ich die App ©StopMotion verwendet. Geschnitten wurde das Video mit dem ©windows MovieMaker.
©Vanessa Leistle

Mit kleinen Hilfsmitteln, die jeder daheim hat, lässt sich also sehr gut verdeutlichen, was passiert wenn Du das elterliche „Putz‘ Dir deine Zähne bevor Du ins Bett gehst!“ nicht ernst nimmt. OK – zugegeben: Wenn Du den elterlichen Rat sehr lange nicht ernst nimmt…

Für alle diejenigen MINT-Wissenschafler, die ihr nun erlangtes Wissen noch mit wichtig klingenden Fachbegriffen untermaueren wollen, um die Kinderlein beim nächsten Halloween-Fest (vielleicht nächstes Jahr) mit geballtem Fachwissen zu schockieren, können das hier tun.

Chemie und Biologie steckt überall, auch zwischen den Zähnen 😉

Vorstellen könnte ich mir ein solches einfaches Experiment als Hausaufgabe aufzugeben. Wie wäre es zum Beispiel im BNT-Unterricht oder im Chemie-Anfangsunterricht (Stoffumwandlungen oder einfach Chemie-Neugier wecken?)?

Zum Abschluss noch einen kleinen Zähneputz-Reminder:

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